Presseinfo

 

Entschädigungsmethodik korrekt

 

Der Wasserbeschaffungsverband Sassenberg-Versmold-Warendorf (WBV) fördert seit 1982 zuverlässig im Wasserwerk Füchtorf das für die Trinkwasserversorgung der Städte Versmold und Sassenberg (Ortsteil Füchtorf) benötigte Wasser. Direkt beliefert werden die Stadtwerke Versmold und Sassenberg, die die Bürger und die Industrie mit den benötigten Mengen in hervorragender Qualität versorgen. Für die durch den Wasserentzug entstehenden Schäden im Bereich der Land- und Forstwirtschaft zahlt der WBV gutachterlich ermittelte Entschädigungen.

In den vergangenen sieben Jahren wurde allerdings immer wieder die Methodik und Entschädigungshöhe durch Einzelne angezweifelt. Ein Füchtorfer Landwirt hat auf höhere Entschädigung geklagt. Diese Klage wurde im Dezember 2016 vom Verwaltungsgericht Minden ebenso abgewiesen wie seine Forderung, die Wasserförderung durch den WBV zu reduzieren oder einzustellen. Trotz rechtskräftig abgeschlossener Gerichtsverfahren wurde und wird die Entschädigungsfrage weiterhin intensiv thematisiert. Landwirte haben das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen eingeschaltet. Das Ministerium hat nunmehr ebenfalls bestätigt, dass die Methodik sachgerecht ist. Das Ministerium bedauert sehr, dass es trotz vielfältiger Versuche der beteiligten Behörden und seiner zusätzlichen Prüfungen und Bemühungen bislang nicht gelungen ist, die Beschwerdeführer von der fachlichen Validität der Modellierung und des modellierten Ursprungszustandes zu überzeugen.

Der Versmolder Bürgermeister Michael Meyer-Hermann und sein Sassenberger Amtskollege Josef Uphoff sind gleichzeitig auch Verbandvorsteher bzw. Vorsitzender der Verbandsversammlung des WBV. Sie rufen gemeinsam dazu auf, nunmehr die fachlich und gerichtlich ermittelten Ergebnisse zu akzeptieren.

 

Verbandsvorsteher Michael Meyer-Hermann verwies darauf, dass die jahrelange Befassung mit der Thematik erhebliche Ressourcen beim Wasserbeschaffungsverband gebunden hat:

„Wir stehen sowohl gegenüber der Landwirtschaft wie insbesondere auch den Wasserkunden in Verantwortung. Die Landwirte erhalten sachgerechte Entschädigungen und jährlich ausführliche Informationen zur Berechnungsmethodik. Damit der Wasserpreis aber auch in Zukunft niedrig bleibt, sind wir insgesamt bemüht, den Personaleinsatz gering halten. Für uns ist die Frage der grundlegenden Entschädigungsmethodik nun abschließend geklärt und wir setzen auf ein weiterhin konstruktives Miteinander mit den Landwirten.“

 

Josef Uphoff stellte klar, dass es auch positive Beispiele einer guten Zusammenarbeit gebe: „ Die Kooperation zwischen Landwirtschaft und Wasserwirtschaft gibt den Bauern Anreize, pflanzengerecht zu düngen. Es wurden zahlreiche Verträge geschlossen, die für ein positives Miteinander sorgen. Der niedrige Nitratwert von durchschnittlich 12 mg/l zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

 

Nähere Einzelheiten zur Methodik gehen aus dem anliegenden Schreiben des Ministeriums hervor.

 

8Plus - VITAL.NRW im Kreis Warendorf

Was ist VITAL.NRW?

VITAL.NRW ist ein Förderprogramm des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz in NRW, das die Umsetzung einer regionalen Entwicklungsstrategie im ländlichen Raum unterstützt. Dazu können Projekte von Bürgern, Vereinen, anderen Gruppen der Region oder Kommunen initiiert und gefördert werden, die die Herausforderungen des demographischen Wandels, der Klimaveränderung und des Strukturwandels im ländlichen Raum annehmen. VITAL.NRW steht für Verantwortlich-Innovativ-Tatkräftig-Attraktiv-Ländlich!

VITAL.NRW im Kreis Warendorf

Für die Teilnahme am Förderprogramm VITAL.NRW hat sich 2016 der Verein "8Plus-VITAL.NRW im Kreis Warendorf e.V." gegründet - ein Zusammenschluss der 8 Kommunen Beelen, Drensteinfurt, Ennigerloh, Oelde, Ostbevern, Sassenberg, Sendenhorst, Warendorf und dem Kreis Warendorf sowie weiteren Wirtschafts- und Sozialpartnern aus der Region. Gemeinsam mit den Bürgern der Region möchte der Verein innovative Ideen fördern und Projekte realisieren, um den ländlichen Raum, die Wirtschaft und die Lebensqualität weiterzuentwickeln und zu stärken.

Regionale Entwicklungsstrategie

Für die VITAL-Region "8Plus-VITAL.NRW im Kreis Warendorf e.V." wurde eine Regionale Entwicklungsstrategie (RES) erarbeitet, die einen Einblick in den Entwicklungsbedarf der Region gibt. Für eine Profilschärfung der Region und ihre Stärkung als attraktiver Wirtschafts- und Lebensraum sollen zukünftig Projekte und Maßnahmen angeschoben werden, die die Handlungsfelder Soziales, Ökonomie, Ökologie, Bildung und Tourismus nachhaltig positiv beeinflussen können.

Die Lokale Aktionsgruppe

Von den Mitgliedern des Vereins "8Plus-VITAL.NRW im Kreis Warendorf e.V." wird der geschäftsführende Vorstand sowie der erweiterte Vorstand - die Lokale Arbeitsgruppe (LAG) mit 25 Mitgliedern - gestellt. Den geschäftsführenden Vorstand bilden aktuell Bürgermeister Wolfgang Annen (1. Vorsitzender), Bürgermeister Carsten Grawunder (2. Vorsitzender) sowie der Direktor der LVHS Freckenhorst, Michael Gennert (2. Vorsitzender). Zu den Aufgaben der LAG gehören die Lenkung des Entwicklungsprozesses sowie die Auswahl der zu fördernden Projekte. In enger Zusammenarbeit mit dem Regionalmanagement wird in den Sitzungen u.a. über die Förderfähigkeit von Projekten beraten.

Regionalmanagement

Das Regionalmanagement unterstützt die LAG in der Durchführung ihrer Aufgaben und kümmert sich um das laufende Geschäft. Dazu gehört vor allem die Förderberatung, die Begleitung von Projektträgern und Projektentwicklungen sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Regionalmanagerin für die VITAL-Region "8Plus-VITAL.NRW im Kreis Warendorf e.V." ist Jana Uphoff. Sie steht bei Fragen rund um das VITAL-Förderprogramm jederzeit gerne zur Verfügung. Ihr Büro befindet sich an der LVHS in Freckenhorst (Kontaktdaten siehe unten).

Projektträger

Ob Privatpersonen, Verein, Organisation, ortsansässiges Unternehmen oder Kommune - Projektträger kann jeder sein. Mit einer innovativen Idee für die Region können Sie Ihre Vision in einem VITAL.NRW gefördertem Projekt umsetzen. Nehmen Sie dafür zunächst Kontakt mit dem Regionalmanagement auf und informieren Sie sich über Möglichkeiten und erste Schritte.

Mitgliedschaft

Sie möchten sich einbringen, mitdiskutieren und sich an der regionalen Entwicklung im Kreis Warendorf beteiligen? Dann werden Sie Mitglied. Die Beitragsgebühr liegt bei 12 € jährlich. Informationen erhalten Sie beim Regionalmanagement und unter www.8plus-vital.nrw.

Kontakt

8Plus-VITAL.NRW im Kreis Warendorf e.V.

Am Hagen 1

48231 Warendorf

Tel.: 02581/9570262

Fax: 02581/9570263

Website: www.8plus-vital.nrw

Mail: regionalmanagement(at)8plus-vital.nrw